pop-probleme vol. XIV: sieben dinge, die du einfach lassten solltest.

lange gab es keine "pop-probleme"-kolumne, aber die letzten drei bis vier konzerte haben mal wieder gezeigt: das land braucht uns. irgendjemand muss dem gassenvolk schließlich erklären, was so geht und was nicht. hier sind also sieben dinge, die du einfach lassen solltest. heute: auf konzerten.

1. quatschen: ich verstehe ja, dass du so total lebensbejahend bist und unbedingt abends mit deinen coolen freunden ausgehen musst. ich verstehe ja auch, dass du total viel schmotte hast und dir aussuchen kannst, wo du abends hingehst. aber wenn du dich wirklich nur über fernsehen und studivz unterhalten willst, muss es dann ausgerechnet das konzert sein, wo ich auch bin? nein, muss es nicht. also verschwinde. vor allem aus der ersten reihe. und vor allem vom songwriter-konzert mit akustikgitarre.

2. mit den künstlern anlegen: ich sage dir, du wirst den kürzeren ziehen. das hat folgende gründe: die künstler haben per se die sympathie des publikums auf ihrer seite. hey, die leute sind schließlich nicht gekommen, um dich reden zu hören, sondern die band spielen. doch nicht nur sozialpsychologisch, auch räumlich hat der künstler die überlegene position: er steht auf der bühne und ist damit viel größer als du. außerdem hat er ein mikrofon, er kann also auch noch viel lauter brüllen als du. du siehst also, insgesamt hast du relativ schlecht karten. halt doch besser einfach die klappe.

3. bierflaschen umkippen: ich weiß, ich weiß, du bist ein tougher typ und du kannst auch viel mehr trinken als ich. und natürlich will man die vielen flaschen auch irgendwie loswerden. ich weiß auch, dass es überhaupt nichts damit zu hast, dass du betrunken bist (was du keinesfalls bist) - die flaschen kippen ständig von alleine um. stell sie doch einfach nicht vor deine oder sonst irgendwelche füße. die leute werden es dir danken.

4. moshen: in der achtzehnten reihe. beim jimmy eat world-konzert. oder bei tele. wenn du meinst, du bist so ein super harter kerl bzw. total die harte punkgöre, dann geh doch einfach nach vorne. aber komm dann nicht flennend zurück, wenn die großen jungs dich verdroschen haben. hier stehe jedenfalls ich. und dass du mir mit deinem kopf dauernd unters schulterblatt springst, nervt langsam. kennst ja.

5. ununterbrochen fotografieren: klar darfst du ein foto für deine freundin/deinen freund machen. von mir aus auch zwei. mach auch noch eins für deinen hippen blog. und eins für mutti. aber dann reicht's langsam. und das publikum brauchst du auch nicht fotografieren. das sieht eh überall gleich aus, außerdem wird man es auf den fotos deiner beschissenen handykamera sowieso nicht erkennen. und der blitz nervt auch. stell dir vor, es stört auch die künstler, wenn du ihnen deinen teleobjektiv direkt vors gesicht hältst und dann drauflosblitzt.

6. rucksäcke mitbringen: natürlich ist das deine lieblingsband. und du sollst dir ja auch ganz viel merchandise kaufen. aber selbst wenn du das ganze sortiment kaufst, wirst du deinen 27 liter-eastpak mit lebenslanger garantie nicht brauchen. und den fruchtsekt darfst du eh nicht mit reinschleppen. also, lass doch den rucksack einfach zuhause. hör jedenfalls auf, dich damit an mir zu reiben.

7. mitklatschen: ja, es ist ein tolles konzert. da darf man auch ausgelassen sein. aber ausgelassen sein zeigt man nicht durch rythmisches mitklatschen des taktes. damit zeigt man höchstens, dass man auf die hitparade der volksmusik oder die ärzte steht. du kannst dir jetzt aussuchen, was cooler ist.

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

seattle

wir sind hier nicht in seattle, dirk.

lyrics

hide and seek

 

b-seiten

User-Status

du bist nicht angemeldet.

counting 5-4-3-2-1

Credits

Creative Commons License

xml version of this page

twoday.net